Jaaaaa…. wir sind zureck in der Zivilisation. Haben vor 3 Tagen das Auto abgeholt und haben San Francisco in Richtung Norden verlassen. Gebucht hatten wir die kleinste Klasse, 4 Tuerer, bekommen haben wir ein Chevrolet Schlachtschiff. Krasses Teil. Wie auch immer, nach kurzen Startschwiereigkeiten ging die Fahrt los. Sollte man Peinlichkeiten hier wirklich veroeffentlichen??? Also gut… Wir haben das Auto das erste Mal abgestellt und ordentlich wie wir sind haben wir auch die Handbremse angezogen (die “Handbremse” die man mit dem Fuss druecken muss ha, ha… die spinnen die Amis) na ja und als wir wieder weiter wollten stellte sich die Frage, wie loest man denn eigentlich die Handbremse? 25 Minuten, 30 ausprobierte Knoepfe und 2 Passanten spater war die Bremse wieder offen und die Reise ging los. UPSI! Mit dem Auto ueber die Golden Gate, das hat definiv mal ein AWESOME verdient. Na ja und gerade mal 10 km ausserhalb der Stadt haben wir dann auch schon ein total schnuckliges Hostle gefunden. Mitten in der Pampa im Marin Highland Nationalpark, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Obwohl eigentlich waren es eher Waschbaer und Turkey. Jaaaa richtig, wilde Turkeys und nicht im Sinne von Atatuerk, richtige wilde Turkeys. Am Hostel war auch gleich ein lustiger Warnhinweis angebracht “Achtung, Park dein Auto nicht unter den Baeumen, Turkeys huepfen runter und springen auf den Auto”. Aber ich kann euch beruhigen… nix passiert, die laufen da nur rum und drehen dir immer dann wenn du Fotos machen willst den Hintern zu. Doofe Viecher!
Wilder Turkey
Das Hostel lag also absolut im Outback und dem entsprechend gabs auch kein Internet, aber jetzt wird wieder fleissig geschrieben. Am ersten Tag haben wir dann auch gleich mal den Highway 1 unsicher gemacht und sind Richtung Norden zu den Redwood Parks und den schoenen Kuesten gefahren. Gewandert sind wir auch – jaaaa wirklich, und das Resume des Tages: Chucks sind die besseren Wanderschuh. Etwas verwunderlich war allerdings, dass die Amis ernsthaft Eintritt fuer ihre Wanderwege verlangen. Und trotzdem waren die Wege voellig uberfuellt mit dicken, tennissockentragenden Amis. Bis wir an den Punkt kamen, an dem sich der Weg teilte. Weg 1 war der geteerte 1,2km lange Weg mit ca. 10 Hoehenmetern, Weg 2 war der ungeteerte, 3,4km lange Weg ueber 300 Hoehenmeter. Wir haben uns fuer den 2 entschieden – so und jetzt ratet mal wo die ganzen dicken Tennischschuhtraeger lang sind. Ab diesem Moment war es total idylisch, ruhig und unglaublich erholsam.


Wieder zurueck im Hostle mussten wir feststellen, dass nicht nur die Gegend sondern auch das Hostel an sich verdammt ruhg war. Jaaaa, wir waren um 10 im Bett. Aber so ein bisschen Naturverbundenheit hat noch keinem geschadet. Und wir mussten ebenso feststellen, die Amis haben das Recycling fuer sich entdeckt. Kam mir ja schon irgendwie seltsam vor, dass Delta Airlines damit wirbt “wir haben jetzt den “Gruenen Punkt” – Schoen, das sind dann mal schnell 20 Jahre Zeitverschiebung – und ich dachte Deutschland waere nur 9 Stunden voraus. Wie auch immer, im Hostel wurde streng recycelt, also eigentlich alles ausser Flaschen und Dosen. Gut sie haben das System noch nicht ganz perfektioniert, aber dafuer haben sie ja jetzt auch wieder 20 Jahre zeit. Die spinnen die Amis…

Auf dem Schild steht, dass Klopapier aus Baeumen besteht und man desshalb nur so viel benutzen soll wie man wirklich braucht. Gut dass 4 Rollen da haengen.
Heute sind wir dann nach Santa Cruz gefahren und in einem wunderschonen Hostle abgestiegen. Suesses kleines victorianisches Haeusschen recht guenstig, coole Leute. Aber gut, jede Medallie hat immer 2 Seiten. Hier im Hostel hat es genau 3 Regeln, NR. 1 von 11 am bis 5 pm darf man nicht im Hostel sein – OK, Nr. 2 Sperrzeit ist 11 pm (PARTY!!!) Ach ja und dann waere da noch Regel Nr. 3 – KEIN ALKOHO – Die spinnen die Amis…
Also dann mal hoch die Tassen und bis Moin…